Donnerstag, 24. Juli 2014

!!

Hey
Ich bin jetzt schon seit 3 Tagen in Mexiko,  ist echt schoen und zu allem schoenen geht dann heute meine super gute Kamera kaputt!!
Also jetzt einen wunderschoenen urlaub ohne Fotos.
Fuer Berichte habe ich jetzt auch keine Zeit mehr. Melde mich wenn ich zurueck bin.

Mittwoch, 9. Juli 2014

Ein bisschen Futter für euch

Ich habe nicht viel zeit was zu schreiben, denn heute ist mein letzter Tag im Projekt und den werde ich nicht am Computer verbringen, sondern heulend am Strand ...
Danach bin ich auf einem Seminar, in San Jose und dann in Mexiko und schnell ist dann auch schon alles vorbei ;(

Hier einige Informationen die für euch vielleicht interessant sind

http://newswatch.nationalgeographic.com/2014/07/03/private-reserves-support-national-parks-in-big-cat-conservation/
- Ein teil unseres Projekt von einer der Ecolodges ist jetzt in National Geographic, das ist schonmal nen schöner Anfang-

Juan Carlos war letztens im Fernsehen eingeladen, ein Interview zu seinem Projekt und was wir machen, mein Name wurde auch erwähnt..
Das Video ist leider nirgendswo hochgestellt, deswegen kann ich es euch nicht zeigen.


Als ich vor einem Monat zum letzten mal in Corcovado war, haben wir das erste Jaguarfoto seit 2 Jahren in unseren Kamerafallen entdeckt. Die Population der Jaguare ist mitlerweile schon so gering, dass man sie nicht mehr ermitteln kann. Im Zeitraum von den letzten 25 Jahren, indem die Universität Costa Ricas den Park untersucht, haben wir jetzt die niedrigste Anzahl der Jaguare im Park, sie sind rapide gesunken. Sicher kann man sich nicht mehr sein, dass sie in 10 Jahren noch hier sind. Deswegen war dieses Foto sehr spektakulär für uns.



Hier ist ein Promotion Video von der Osa Conservation, also was man hier tun kann und wie man hier lebt. Damit ihr einen Eindruck habt was ich hier sonst so tue.
https://www.youtube.com/watch?v=DRN9PcH3Md0

Das ist ein anderes Video, es geht um die gesamte Osa Penisula
https://www.youtube.com/watch?v=J57l6ulCS3U


Montag, 30. Juni 2014

Zwei Welten


Wo ich hier bin, ich glaube das ist gar nicht so leicht für euch zu verstehen. Ich denke mir oft, es gibt kaum einen größeren Kontrast zu meinem deutschen Leben. Deswegen war es auch nicht grade das einfachste sich hier einzuleben, aber jetzt, wo es wirklich bald dem Ende zu geht, kann ich sagen, sehr viele Sachen werde ich vermissen.
Wenn ich von hier spreche, dann nur von meinem kleine Fleck im Wald, an anderen Orten Costa Ricas kann es ganz anders aussehen.

Zum einen das Klima, jeden Tag 30 grad, nie muss ich frieren und man läuft jeden Tag in kurzen Sachen rum.
Ich lebe am Meer, 15 min durch den Wald gelaufen und schon befinde ich mich an einem Menschenleeren Strand, an dem die Wellen nur so brechen und die Papageien über dir hinweg fliegen.
Auch wenn er manchmal nervt, besonders in der Stadt, hier im Regenwald ist der Regen zu Hause. Aus dem Nichts taucht er auf und prasselt nur so auf dich ein. Alles ist nass, aus Wegen werden Bäche und aus Flüssen, gefährliche Ströhme. Ich hatte auch schon Situationen wo ich abends nicht mehr durch den Fluss konnte, den ich zu meinem Haus überqueren muss. Da stand ich also, nass und sah riesige Baumstämme den Fluss lang schwemmen. Nur bis zu den Knien nass und ich konnte schon Spüren, wie mich das Wasser bedrohlich mitziehen möchte. Also entschied ich eine Nacht in der Station zu schlafen, denn durch diese brauen Massen konnte ich mich dann doch nicht schlagen.
Wenn es blitzt ist es taghell und der Donner tut einem schon in den Ohren weh. Stürme darf man hier nicht unterschätzen.
Wenn ich hier durch die Gegend laufe, finde ich keine Zigarettenstummel oder Kaugummiflecken auf dem Boden. Nein ich finde Pumafußspuren, Wildschweinfußspuren, Samen, Muscheln oder Papageinfedern.
Elektrizität ist eine Frage des Wetters. Wir gewinnen Energie durch Sonnenkraft oder einem Generator im Fluss. Ohne Sonne oder Regen kann es vorkommen, dass alles hier stirbt und das kommt fast täglich vor. Ohne Taschenlampe kann ich mich Nachts nicht bewegen, denn auf einmal wird alles dunkel. Elektronische Geräte kannst du nicht immer benutzen, denn ohne Akku keine Chance. Also macht mal für einen Tag euer Licht aus und geht nachts mit Taschenlampe aufs Klo, schaltet den Computer aus und euern Toaster Kühlschrank oder was auch immer.
Hier muss man nicht aufpassen in Hundescheiße oder Glasscherben zu treten, sondern aufpassen in keine gefährliche Schlange hineinzulaufen, sich nicht mit ‘nem Handtuch abzutrocknen auf dem ein Skorpion sitzt, oder von Wespen gestochen wird.
Mode, Style und Schuhe, wer braucht das schon? Was hier angesagt ist, ist ab gegammelte Kleidung, irgendein T-Shirt mit Shorts und ich besitze 2 paar Schuhe: 1 paar Crocks (ich weiß ich sollte mich selbst auslachen) und Gummistiefel, mehr brauchst du hier nicht.

Jetzt mal ein bisschen genereller
Wenn ich an meine Schulzeit zurück denke, kann ich mir kaum vorstellen, dass es auch ein anderes Verständnis von Schule gibt. Ganz in der Nähe wo ich hier bin gibt es eine Schule, mit 2 Kindern und einem Lehrer für alles. Was er am liebsten tut ist, Blockflöte oder Fußballspielen oder Handyspiele. Wenn ich mir vorstelle wie uns das Wissen so heriengeprügelt wurde, haben die hier keine Chance überhaupt an etwas zu kommen. Mit 12 Jahren wissen sie immer noch nicht was 3 mal 4 ist und das Costa Rica ein Land ist und kein Kontinent.
Verkehrsanbindung ist „etwas“ anders. Es gibt einen Bus (Lastwagen mit Bank) der 2 mal am Tag kommt und für 25 Kilometer ins nächste Dorf, fast 2 Stunden braucht. Auch meine Busfahrt in die Hauptstadt kostet mich 9 Stunden für 320km. Wenn ich da an unsere Autobahnen denke, das würde mir so einige Hinterteilschmerzen verschonen.
Kein Zement, keine Abgase und keine Menschen, es kommt häufiger vor, dass ein Tier die Straße überquert, als ein Mensch.
Planen bringt hier eh nichts, kostet dich nur Nerven, denn alles wird anders ausgehen.
Du willst dorthin, doch zufällig liegt ein Baum auf der Straße und es geht nicht. Du setzt darauf, dass ein anderer etwas für dich abholt, aber wenn du es nicht tust, tut es keiner. Du willst eine wichtige Mail abschicken, doch das Internet fällt aus. Du willst ein gutes Fotos schießen, doch deine Kamera beschlägt von Feuchtigkeit. Du willst heute in den Urlaub fahren, aber du bist zu müde, also ist es morgen. Du willst endlich dein leckeren Kekse essen, doch da hatte schon ne Kakerlake vorher Spaß dran. Du willst endlich schlafen gehen, doch du hast Wanderameisen in deinem ganzen Raum, dass es nicht geht.

Wenn ich mal unterwegs bin...
Wenn wir die Nationalparks besuchen, oder andere Stationen schlafe ich oft im Zelt. Mittlerweile ist das eine meiner Lieblings Betten geworden. Man steht morgens auf und hat direkt die Natur hautnah.
Ich wusste nicht das man mal so abhängig von den Gezeiten sein kann. Wenn Flut ist kommt man oft nicht durch Flüsse denn das Wasserlevel steigt an. Oft schon bin ich komplett nass, das Wasser bis zum Kinn und Rucksack auf dem Rücken durch einen Fluss gelaufen. Erst vor kurzen wollten wir durch eine Flussmündung auf die andere Seite doch als ich Juan Carlos langsam rückwärts gehen gesehen habe, dachte ich mir schon da ist wohl was im Wasser. Und ja nur ‘nen halben Meter von ihm weg war ein Hai und ich konnte sie nur so im Wasser schwimmen sehen. Deswegen blieben wir dann doch lieber auf unserer Seite.
Man ist mit der Natur hautnah, tritt in Ameisen, Stacheln oder wird von ekeligen nässelnden Pflanzen gestreift, man muss lernen achtsam zu sein und die Umgebung einzuschätzen.

Neben all diesen wunderbaren Erlebnissen, habe ich auch das Glück ab und an gratis in einer Ecolodge zu verweilen. Dies tuen wir, weil wir die unterschiedlichen Mitglieder des Camara Trap Network persönlich trainieren müssen Kameras aufzustellen, Daten zu analysieren und Spuren zu suchen. Also hatte ich auch schon die ein oder andere Nacht in einer teuren Ecolodge hinter mir, mit 3-gänge Menü, heißem Wasser, riesigem Bett und alle haben mich bedient. Ob Kokusnussdusche unter Sternenhimmel, Bambusbett oder Delfine beim Frühstück, es war alles schon dabei.

Ja wie ihr seht, habe ich so einige Kontraste zu bieten und kein Wunder das man davon sehr viel vermissen wird.

Dienstag, 27. Mai 2014

Oh wie schön ist Panama

Ich habe wieder ein bisschen Reisen hinter mir und obwohl es nur kurz war, war es doch wunderschön.
Einen sehr großen Beitrag dazu hat meine liebe Freundin Fredi geleistet, denn sie ist aus Peru nach Panama geflogen und ich bin mit dem Bus runter gefahren. Also haben wir uns nach 8 Monaten wieder in die Arme schließen können und sind Panama erkunden gegangen.
Ein wenig Probleme hatte ich beim Einreisen in dieses Land. Zum ersten hat der Automat bei dem ich die 7 Dollar Ausreisesteuern zahlen soll nicht funktioniert. Pech ist, dass es leider nur einen Automaten für die ganze Grenze gibt und dass natürlich niemand dafür verantwortlich ist und so was ja auch noch nie passiert ist.
So also hab ich es ein wenig mit kleines hilfloses Mädchen versucht, doch leider nicht geklappt. Doch da ich weiß, dass in diesen Ländern ein Nein kein Nein ist und das auch nicht, wenn es um Behörden geht, habe ich mich auf die Suche nach Freunden gemacht.
Und schnell war dort ein Panamese der diesen Grenzübergang ständig macht und hier Kontakte hat, das ist schon mal ‘nen guter Anfang. Nach ein paar Telefonaten steppten wir beide dann mal eben illegal über die Grenze in irgend ein Haus rein, wo uns ein netter Typ diesen Wisch von Papier für ein bisschen mehr Geld ausgedruckt hat.
Zurück in Costa Rica durfte ich dann auch endlich ausreisen.
Daraufhin wollte mich Panama nicht einreisen lassen, denn meine Rückreise war nicht gesichert. So dann war ich irgendwann in Panama und habe Zwischenstopp gemacht über die Nacht, um am nächsten Tag eine weitere 8-stündige Busfahrt zu Panama-City zu machen. Busse in Panama sind sowasvon runtergekühlt, bis auf 18 Grad.



Dann schloss ich auch schon die verschlafene Fredi in die Arme. Es war so schön sie wieder zu sehen.
Die nächsten Tage verbrachten wir in der Hauptstadt pur. Ein bisschen wie New York, obwohl ich noch nie in New York war. Alles voll mit Wolkenkratzern, Autos und rieseigen Häusern. Wie durch Zufall war auch Fredis Schwester zu der Zeit in Panama, also chillten wir auch ein bisschen mit denen. Wir haben die Altstadt gesehen, waren in riesigen Einkaufszentren und sind die gerade mal seit 1 Monat existierende U-Bahn gefahren. Eine Situation in einer der riesigen Mals ist erzählenswert. Da war eine Halle voll mit mindestens 50 Fastfood Ständen, in der Mitte alles voll mit Tischen, das ganze auf 2 Etagen, in der Mitte ein Pferdekarusell und mindestens 2000 Menschen zusammen. Da konnte man nur durchdrehen und am schlimmsten dazu noch die klingende Kirmesmusik des drehenden Karussells.
Natürlich durfte auch eine Panamakanalbesichtigung nicht fehlen, wie die riesen Dampfer durch die Schleusen gefrachtet werden, ehrlich gesagt es klingt specialiger als es ist. Außerdem konnten wir es uns nicht nehmen lassen einmal Panama von der Spitze aus zu sehen.








Unser zweites Ziel war Bocas del Torro, eine Inselgruppe in der Karibik. Es ist zwar super touristisch, aber das nicht ohne Grund. Traumhafte Strände, super klares Wasser, eine magische Unterwasserwelt und einfach Karibikfeeling pur.
Wir haben auch so ziemlich alles einmal durch gemacht. Schnorchel tour und sogar auch Tauchen. Die Korallen sind in allen Farben lila, grün, gelb, gold und um schlängelt mit flauschigen Seesternen. Fischschwärme, ob groß oder klein. Krabben, Anemonen und ich habe sogar Quitt gesehen, wie komische Alien schwimmen sie durch das Wasser.
Wir waren an Palmstränden mit weißem Strand und haben unsere eigenen Kokosnüsse geknackt. Sind von Stegen direkt ins Wasser gesprungen und waren abends so gut wie immer feiern. Unser Hostel war echt schnuckelig, voll mit ganz vielen Menschen und so hing man auch nie alleine ab. Es war wirklich Urlaub pur und irgendwie magisch. Wir beide waren etwas melancholisch als wir mit dem Boot wieder aufs Festland mussten und der Abschied machte es nicht besser. 
Eine wunderschöne Zeit im schönen Panama.












Montag, 19. Mai 2014

Mein Baby

Hallöchen meine Lieben.
Ich schreibe ja meistens immer nur über meine Reisen, denn das ist neu für mich, aber für euch ist ja auch meine Arbeit neu.
Einiges wisst ihr ja bereits, also was meine Basisarbeit so betrifft.
Immer mehr beschäftige ich mich aber mit diesem neuen Projekt, denn das ist etwas was Juan Carlos und ich alleine aufgebaut haben. Wir beide machen alles was dazu beiträgt dieses Baby größer werden zu lassen. Ich bin mir sicher es wird sehr wachsen und echt was großes werden, deswegen freu ich mich, dass ich mit diejenige bin, die es in die Welt gesetzt hat. Ich glaube viele Freiwilligen fühlen sich etwas überflüssig in ihrer Arbeit, doch ich weiß, dass ich was erreicht habe wenn ich hier weggehe und es fällt mir auch etwas schwer dieses Baby nicht beim erwachsen werden zuzusehen.

Am Anfang war da nichts und jetzt sind wir 13 Mitglieder in der ganzen Osa Halbinsel, alle dabei und alle wollen das selbe: Die Artenvielfalt hier beschützen, erforschen und verbreiten. Dieser Ort ist eine der Artenreichsten Gebiete der Erde. 2,5% der gesamten Biodiversität befinden sich in diesem kleinen Fleck.
Was ich also tue, ist all diese Leute anschreiben , ihnen erklären was wir machen und ihnen unser Projekt vorstellen. Wir haben fast all diese Orte persönlich besucht, uns die Umgebung angeschaut und mit ihnen zusammen Kameras im Wald aufgestellt. Also hatte ich die Ehre viele dieser Orte zu sehen und sogar umsonst in diesen Ecolodge zu verweilen.
Wir wollen die ganze Halbinsel involvieren und das alles größer machen. Wenn wir als Netzwerk zusammen Daten zu den Tieren hier sammeln, analysieren wo sie sich befinden und wo sie vielleicht schon gar nicht mehr zu finden sind, können wir später als Zusammenschluss viel mehr Druck auf den Staat machen und Ihnen die Fakten nennen.
Also das Baby ist bereit groß zu werden und leider muss die Mama es bald alleine lassen.

Das hier ist der Prospekt den Ich vor kurzen erstellt habe, mit all den Informationen. Den schicken wir ab jetzt zu allen möglichen neuen Interessierten. Auch ihr sollt und dürft ihn lesen. (soory ist screenshot)







Dienstag, 22. April 2014

Und auch der März ist schon vorbei



So da bin ich wieder und ich weiß gar nicht wie ich all den letzten Monat (März) hier zusammenfassen soll.
Ich hinke sowieso zur zeit mit meinen Berichten und besonders meinem Tagebuch ziemlich hinterher, hoffe das ich irgendwann dazu komme alles nachzuholen.
Deswegen werde ich diesen Bericht nicht ganz so ausschmücken und keine bearbeiteten Fotos, denn es ist schon so viel zu viel Information.


Dann beginne ich mal ganz am Anfang vom März.
Zu diesem Zeitpunkt befand ich mich zum 2 mal ich Corcovado. Wie Corcovado aussieht, habt ihr ja schon mit einem Blogeintrag gesehen. Dieses mal haben wir nicht viel anders gemacht. Wir haben Kameras in Corcovado gesetzt, haben alte Wege mit Machete und Markerband wieder einigermaßen auf trapp gebracht, waren Schwimmen und haben uns die Sonnenuntergänge angeschaut.
An dieser Stelle möchte ich allen Menschen die immer schon versucht haben einer Person näher zu kommen den unschlagbaren Tipp geben: Geht einmal zusammen in der Trockenzeit in Corcovado durch die tiefen des Waldes. Trockenzeit bedeutet Zeckenzeit und das in unvorstellbaren Dimensionen. An diesem Tag mussten wir uns gegenseitig die Zecken entfernen ( dazu: die Zecken sind harmlos, übertragen also keine Krankheiten und sind gerade mal ‘nen Millimeter groß) Da es mit Finger bestimmt 6 Stunden gedauert hätte, haben wir uns mit Tape-Klebeband vollgeklebt und uns die Streifen samt der Zecken runter gerissen. Weniger spaßige Aktion, aber hey wir waren uns alle sehr nah.






3 Tage habe ich sogar mit meiner Schwester und Jonas in Corcovado verbracht, Wir haben die beiden abgeholt. Das hieß an einem Tag 17 km raus wandern, um am nächsten Tag 17 wieder einzuwandern. Flashinformation: Beim Rauswandern hat uns die Flut eingeholt, sodass wir 3 Stunden auf einem Teil festsaßen und nicht weiter kamen. Wir haben uns ein Bett aus Palmblättern gebaut und etwas gechillt. Der Rest des Weges musste man dann bei Nacht zurücklegen. Dabei begegnete ich ungefähr 100000 Krebsen, bei ihrer Paarung, der ganze Strand war voll. Die Tage mit denen waren echt super schön, irgendwie komisch seine Schwester an einem Ort wie diesen wiederzusehen. Hier waren wir z.b auf Bootstour. Außerdem haben wir ‘nen Tapir beim Baden gesehen im Fluss.

 

Meine Eltern kamen dann nach 3 Tagen auch. Wir haben uns in unserer Station getroffen und ich haben ihnen ein bisschen mein Leben gezeigt. Nach einem Tag war alles so wie immer, als wären wir nicht für ein halbes Jahr getrennt gewesen.

Im Vollgepackten Auto zogen wir zusammen weiter. Zuerst nach Ciudad Nelly um die alten Spuren von Mamas Austauschjahr vor vielen vielen Jahren zu finden . Und tatsächlich über etwas Getratsche mit vielen Alten kam sie dann doch noch an die Arbeitsstelle ihrer alten Gastbrüder. Weiter ging es in den Norden ins „fast Deutschland“. Mir begegneten  Kühe, Kälte Wolken und Alpenfeeling. Dort haben wir dann den berühmten Rio Seleste, der Blaue Fluss gesehen, ich wünschte alle Flüsse hätten diese Farbe, ausgelöst durch eine chemische Reaktion wird das Wassers des Flusses an einer Stelle Blau Türkis und sieht traumhaft aus.


Danach ging es weiter nach Nicaragua. Nachdem wir die Grenze überschritten hatten, saßen wir im Bus und das war eines der Highlights des Urlaubs - Busse in Nicaragua. Man muss einfach nur im Bus sitzen und ca. 20 Leuten kommen in 2 Minuten von vorne, hinter oder durchs Fenster an, um Alles zu verkaufen ( Getränke Snacks, Kabel, Telefone, Nüsse, Rosenkränze, Bibeln, Adapter, Obst, Fleisch mit Tortilla, Knöpfe...)
Ich habe immer fleißig Frescos in Plastiksäcken gekauft. Das ist einfach ein Saft in nen Plastikbeutel gefüllt, mit Knoten oben und wenn du trinken willst, beißt du eine Ecke des Plastik ab und trinkst den ganzen Spaß auf einmal. Unser erstes Ziel war die Insel Ometepe, eine Vulkaninsel in der Mitte des riesigen Nicaraguasees. Wir sind dorthin mit einer Fähre gefahren. Da haben wir uns ein Fahrrad gemietet und sind ein wenig geradelt und danach schwimmen gegangen. Ist echt ne kleine schnuckelige Insel.








Weiter ging es zu meiner bisherigen Traumstatt Amerikas ( dazu muss man sagen, kenne nur Costa Rica und Nicaragua). Granada ist einfach ein Gewusel aus Mensch, Haus und Farbe. Jedes Haus sah super schön bunt aus und auf dem Markt wusste man nicht wohin gehen, geschweige den gucken soll. Das war mein Fund um Fotos zu machen, da wollte ich bleiben und jeden Tag diesen Treiben nochmal sehen. Anders als bei uns gibt es keine speziellen Läden um Essen, Küchengeräte, Klamotten oder Schuhe zu kaufen, all das findet man auf einem riesigen Markt mit Verirrungspotenzial. Ich wollte so viel kaufen doch es hat mich einfach zu sehr erschlagen, dass ich letzten Endes mit fast nichts aus den Massen trat. Schlimmer wurde es auf dem Mark der Textilien ein Städtchen weiter. Mein bester Kauf war eine Hängematte und Schuhe für 3 Euro. Ich war in der Stadt auch beim Friseur, es war billiger als gedacht, aber auch mehr weg als geplant, tja man muss mit den Konsequenzen leben.









Als weiteres haben wir ein Städtchen an der Küste besucht, es heißt San Juan del Sur. Wir waren am Strand, ich habe mein Glück wieder einmal beim Surfen versucht und wir haben viel gutes Zeug gegessen. Endlich gab es für mich mal wieder Falafel Mozzarella und Couscous, kann den ganzen Reis und die Bohnen nicht mehr sehen. Außerdem waren wir noch Basics schoppen, denn so was wie Zahnpasta, Shampoo und alles ist viel billiger als in Costa Rica, generell ist alles billiger, noch ein Pluspunkt.



Nach dem Grenzübergang war viel Autofahren dran, 2 Tage, mit Zwischenstopp brauchten wir um die Karibikseite Costa Ricas zu erreichen. Dort haben wir in Puerto Viejo ganz nah am Strand gewohnt. Das ist echt so ein kleines Hippidorf, super viele haben Dreads, es läuft in fast jedem Laden Bob Marley und alle wollen dir Schmuck und Batiktücher andrehen. Auch mal ganz anders, die karibischen Ticos sind alle „maximalpickmentiert“, normalerweise sind Ticos eher milka-vollmich. Von dort aus haben wir die benachbarten Strände besucht, haben uns im Dorf umgesehen und auch einen Ausflug zu dem Heilkräutergarten der Indianerstämme dort gemacht. Nach vielen Erkundungs und Erlebnisurlauben war das zum ersten mal nur am Strand chillen. Leider war ich etwas krank, weswegen ich nur einmal Karibisches Wasser schnuppern konnte.






Nach 5 Tagen Karibik ging es zurück nach San Jose, denn es hieß mal wieder Abschiednehmen für mich. Dieses Mal war das Schwerste. Irgendwie zu merken, dass es ja doch noch ne Familie gibt, dass die sich wirklich um dich kümmern und dass all diese Geborgenheit hier nicht ist. Die meisten von euch denken sich bestimmt, wenn sie meinen Blog lesen: Boah voll Abenteuer, voll geil, voll Jungle. Aber ich sage euch es ist alles nicht so einfach wie es durchs erste Erscheint. Ich merke selbst, dass man immer lieber sagt, alles ist super und von schönen Sachen berichtet, denn niemand will die nicht- guten hören. Und so schreibt man auch im Blog filterweise Gutes auf. Der Jungle  hat auch seine Nachteile und mehr noch, in einer Organisation zu leben. Jeden Tag zu merken, dass alle anonym zueinander sind und das eine super untergründige Hierarchie herrscht, in der man als Volunteermädchen sowieso ganz unten steht. Niemand interessiert sich für einen und alles läuft oberflächlich ab. Lebt mal seit 8 Monaten in so einer Atmosphäre, ohne sein eigenes Zimmer und mit Menschen die immer nur 1-2 Monate bleiben und dann wieder gehen. Beantwortet mal wöchentlich die Frage, was du hier machst, woher du kommst und wie es dir gefällt. Irgendwann bleibt einem nichts anders mehr übrig als sich emotional zurückzuziehen.Ja deswegen fällt es mir jedes mal schwieriger nach einer Auszeit zurückzukehren.